Holzhausenschule Frankfurt am Main

Offener Realisierungswettbewerb, 2.Phase

Bei der Holzhausenschule handelt es sich um eine Grundschule mit Eingangsstufe und pädagogischer Mittagsbetreuung. Das denkmalgeschützte Ensemble wurde 1928/29 von dem Architekten Martin Elsaesser entworfen. Die Anforderungen des modernen Schulbetriebs erfordern eine Erweiterung der Schule mit zusätzlichen Klassen- und Betreuungsräumen, sowie einer neuen Turnhalle.

 

 

Das bestehende Ensemble wird durch einen 4 geschossigen Erweiterungsbau und ein 2 geschossiges Sporthallengebäude ergänzt. Durch die Anbindung des Erweiterungsbaus an das Hauptgebäude wird die Hofstruktur des Ensembles beibehalten und gestärkt. Der Übergang zwischen dem Erweiterungsbau und dem Hauptgebäude wird als Glasfuge ausgebildet. Hierdurch wird der Bestand gewahrt, der Übergang zwischen Alt und Neu bleibt ablesbar. Der bestehende Musiksaal bleibt erhalten und wird in den Erweiterungsbau  sensibel integriert.

Die bisherige Turnhalle ist in ihrer Abmessung zu klein und daher nicht mehr als Turnhalle geeignet. Um den räumlichen Eindruck im Inneren und Äußeren zu erhalten, schlagen wir ein Raum im Raum Konzept für den Innenraum vor. Durch eingestellte Kuben mit Abstand zur Decke und zu den Wänden bleibt weiterhin der Eindruck der alten Halle erlebbar.

Das Sporthallengebäude wird als eigenständiger Baukörper im Nordwesten des Grundstücks unter Einhaltung der Abstandsflächen zur Nachbarbebauung platziert. Hierdurch wird eine möglichst große und zusammenhängende Hoffläche gebildet und ein weitgehender Erhalt der schützenswerten Bäume gewährleistet. Die Sporthallen werden als Einfeldhallen ausgebildet, die übereinander angeordnet werden. Die untere Halle ist halb in das Erdreich eingegraben. Fensterbänder auf Bodenniveau des Schulhofs erlauben Einblicke ins Innere. Durch die Eingrabung verringert sich die Höhe des Gebäudes zu den angrenzenden Gebäuden und tritt nicht zu massig in Erscheinung.